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Making of – Teil 5: Azubibotschafterin Sylwia

Alt werden ist nichts für Feiglinge. Pflege auch nicht!

Im Portrait: Sylwia Butwina-Wiedemann, stellvertretende Wohnbereichsleiterin im Maternus Seniorencentrum An den Salinen in Bad Dürkheim

Mit 37 Jahren beschließt Sylwia Butwina-Wiedemann, heute 41 Jahre aus Bad Dürkheim, noch einmal die Schulbank zu drücken und beginnt eine Ausbildung zur Altenpflegerin. Dabei ist sie mehr durch Zufall in ihren neuen Traumberuf gestolpert. Ihre berufliche Laufbahn beginnt die gebürtige Polin mit einer Ausbildung zur Verkäuferin. Es folgen die Geburt der Tochter, der Umzug nach Deutschland sowie zahlreiche Minijobs als Haushaltshilfe in Privathaushalten. Nach der Trennung von ihrem Mann möchte Sylwia wieder in Vollzeit arbeiten und lässt sich in der Agentur für Arbeit beraten. Hier schlägt man ihr ein Praktikum in der Altenpflege vor. Schon ein paar Tage später steht fest, das ist es. Heute arbeitet Sylwia als stv. Wohnbereichsleiterin im Maternus Seniorencentrum und freut sich immer, auf die Bewohner.

 

Sylwia, du bist als sogenannte Quereinsteigerin zur Altenpflege gekommen. Hattest du bereits vorher Kontakt zum Pflegebereich z. B. über einen pflegebedürftigen Verwandten?

Nein, ich hatte vorab keinerlei Berührungspunkte mit dem Thema Pflege. Die Idee, eine zweite Ausbildung in der Altenpflege zu machen, wurde in den Beratungsgesprächen mit der Agentur für Arbeit geboren. Die Fördermaßnahme der Agentur für Arbeit „Weiterbildung Geringqualifizierter und beschäftigter älterer Arbeitnehmer im Unternehmen“ (WeGebAU) machte es dann möglich. Zunächst absolvierte ich jedoch ein Praktikum im Maternus Seniorencentrum An den Salinen. Schon nach wenigen Tagen war mir klar, das ist das Richtige für mich. Eigentlich wollte ich dann die Pflegehelferausbildung beginnen, doch unsere Einrichtungsleiterin überzeugte mich von der Ausbildung zur Altenpflegerin und sagte mir ihre volle Unterstützung zu.

Wie verlief die Ausbildung? War es schwer, mit 37 Jahren noch einmal von vorn zu beginnen?

Das erste Ausbildungsjahr war hart. Da Deutsch nicht meine Muttersprache ist, fiel mir die Theorie in der Altenpflegeschule schwer. Doch mit viel Fleiß und Selbstdisziplin boxte ich mich durch und ließ mich auch durch Rückschläge nicht aufhalten. Geholfen haben mir dabei insbesondere die praktischen Einsätze im Seniorenheim, die mir immer wieder die Vorteile des Berufs aufzeigten. Aber auch die wundervolle Unterstützung durch das Team des Maternus Seniorencentrum, insbesondere der Einrichtungs- und der Pflegedienstleitung, sowie der Rückhalt meiner Familie und meines Freundes ließen mich am Ball bleiben.

Was ist das Besondere an deinem Beruf?

Was für viele gar nicht denkbar ist, gerade bei der Arbeit mit Menschen mit Demenz gibt es viele Momente zum gemeinsamen Lachen. Viele dieser Menschen haben noch sehr viel Spaß am Leben und dieses Gefühl ist fast immer ansteckend. Darüber hinaus schätze ich das intensive Miteinander mit den Kollegen. Wir greifen uns gegenseitig unter die Arme und bauen uns auch in traurigen Situationen, zum Beispiel wenn ein Bewohner verstirbt, wieder auf.

Hast du ein besonderes Hobby, das dir hilft, nach der Arbeit auch mal abzuschalten?

Ich liebe die Acrylmalerei. Sehr oft stelle ich mich daheim sofort vor die Leinwand und fange an, zu malen. Aktuell entsteht so ein Blumenmotiv nach dem anderen. Das entspannt mich sehr.



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