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Making of – Teil 3: Azubibotschafter Yunis

Ich mache keinen Job, den jeder kann. Ich pflege!

Im Portrait: Yunis Lale, Auszubildender im Maternus Pflege- und Therapiecentrum Christophorus in Essen

Yunis Lale, 23 Jahre aus Bottrop, weiß was er will und lässt sich auch von Rückschlägen und Umwegen nicht abhalten. Ein Kreuzbandriss vor knapp drei Jahren beendet zwar abrupt seine Fußballerkarriere in der Landesliga, er spielt aber trotzdem weiter, jetzt für den PSV Oberhausen II in der Kreisliga. Nach seinem Fachabitur beginnt er zunächst eine Ausbildung als Automobilkaufmann, um eines Tages das Autohaus des Vaters zu übernehmen. Doch sein berufliches Interesse liegt im sozialen Bereich. Yunis Lale fasst sich ein Herz, spricht mit dem Vater und beginnt 2016 eine Ausbildung zum Altenpfleger bei Maternus.


Yunis, Pflege gilt häufig als eine von Frauen besetzte Domäne. Wie bist du auf den Beruf des Altenpflegers aufmerksam geworden?

Während meiner Schulzeit habe ich sowohl in einer Kindertagesstätte als auch in einer Grundschule ein Praktikum absolviert. Ich habe gemerkt, dass ich gerne eng mit Menschen zusammenarbeite. Nach der Entscheidung, nicht in die Fußstapfen meines Vaters zu treten, habe ich über ein durch die Bundesagentur für Arbeit vermitteltes Praktikum die Altenpflege und Maternus kennengelernt. Anschließend stand meine Entscheidung fest. Es ist eine wunderbare Aufgabe, für ältere Menschen da zu sein. Meine Arbeit wird wertgeschätzt und ist anspruchsvoll.

Wie hat dein Familien- und Freundeskreis auf deine Berufswahl reagiert?
Für meinen Vater war es zunächst natürlich schwer, dass ich meinen eigenen Weg gehen wollte. Aber auch er ist mittlerweile, wie der Rest meiner Familie, sehr stolz auf mich und meine Berufswahl. Vielleicht liegt es an unseren türkischen Wurzeln, dass der Beruf des Altenpflegers bei uns hoch angesehen ist. Meine Freunde waren anfangs vielleicht überrascht, aber keiner hat ablehnend reagiert. Warum auch? Einen Freund habe ich sogar davon überzeugen können, auch eine Ausbildung in der Altenpflege anzufangen.

Welche Aufgabenfelder interessieren dich besonders?
Ich komme demnächst ins dritte Ausbildungsjahr. Mein Aufgabenspektrum hat sich mittlerweile sehr erweitert. Besonders interessiert mich die Versorgung chronischer Wunden, also das Wundmanagement. Auch die Versorgung und Beratung unserer Bewohner mit Diabetes macht mir viel Spaß. Ich kann mir gut vorstellen, mich in beiden Bereichen nach meiner Ausbildung weiterzubilden.

Hand aufs Herz: Gibt es Bewohner, die dir sehr ans Herz gewachsen sind?
Ja, die gibt es natürlich. Einige Bewohner erzählen gerne von sich und ihrer Vergangenheit, da baut sich mit der Zeit natürlich eine engere Beziehung auf. Gerade wenn Angehörigenbesuche selten sind, freuen sich die älteren Menschen über ein offenes Ohr, das ich ihnen gerne schenke.



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