Cura Seniorencentrum Verden

Erster Basiskurs Demenz im Cura Seniorencentrum Verden

In einem 90-minütigen Kurs besprach und diskutierte die Einrichtungsleiterin des Cura Seniorencentrums, Nicole Schütze, mit interessierten Teilnehmern das umfassende Thema Demenz. Die Cura Unternehmensgruppe nimmt an der Initiative „Demenz Partner“ der Deutschen Alzheimer Gesellschaft e.V. Selbsthilfe Demenz teil.

Cura und Maternus Seniorencentren oder Häuslichen Pflegedienste mit der Spezialisierung Demenz bieten im Rahmen der von der vom Bundesministerium für Gesundheit geförderten Initiative Kurse an, um darüber Interessierte zu Demenz Partnern auszubilden.

Nicole Schütze behandelte mit den rund 20 Teilnehmern relevante Themenfelder. Dabei referierte sie unter anderem über die Frage, was Demenz überhaupt ist und wie sie diagnostiziert wird. Die Einrichtungsleiterin gab viele lebensnahe Beispiele aus dem professionellen Umgang mit Betroffenen im Seniorencentrum sowie aus eigener persönlicher Erfahrung mit einer erkrankten Angehörigen. Unter den Teilnehmern des Basis-Kurses waren ebenfalls Angehörige von Demenzkranken und konnten ebenfalls Beispiele aus dem Alltag mit den Betroffenen schildern. Der Dialog mit den Teilnehmern war so intensiv, dass der für nur 90 Minuten angelegte Kurs fast drei Stunden dauerte.

Ein Kernthema unter vielen anderen war der richtige Umgang mit Menschen, die an

Verpflegung der Kursteilnehmer

Demenz erkrankt sind. „Es ist nicht leicht mit den Veränderungen im Verhalten und in der Persönlichkeit umzugehen“, erzählte Nicole Schütze. Sie berichtete beispielsweise von einem älteren Herrn, der durch einen Sturz Schürfwunden davon getragen hatte. „Als seine Tochter ihn fragte, wie das denn passiert sei, sagte er, er sei Bergsteigen gewesen. Die Tochter konnte nichts damit anfangen, denn der Vater sei ihres Wissens niemals auf Berge gestiegen.“ Es stellte sich heraus, dass der Betroffene in seiner Jugend sehr oft klettern war und dies nun in die Gegenwart übertrug. „In seiner Welt war er vor kurzem auf einen Berg gestiegen. Das ist seine Wirklichkeit.“ Angehörige seien gut beraten, Betroffene nicht abrupt aus ihrer Gedankenwelt in unsere Realität zu zerren.

„Der Kurs hat mir tatsächlich etwas gebracht“, kommentierte eine Teilnehmerin. „Meine Mutter erzählte letztens vom Besuch einer Verwandten die gar nicht mehr lebt. Ich habe ihr dann gesagt, warum der Besuch gar nicht stattfinden konnte. Solche Fehler werden mir nicht mehr unterlaufen.“

Doch nicht nur Angehörige sollen in den Folgeterminen fit gemacht werden im Umgang mit Erkrankten. So soll es nach diesem Kurs beispielsweise einem Angestellten einer Bank möglich sein, einer demenzerkrankten Frau, die schon mehrfach an diesem Tag Geld abholen wollte, behilflich zu sein. Oder auch die Kassiererin im Discounter kann in dem Kurs erfahren, warum sie von einem Kunden mit der bereits verstorbenen Ehefrau verwechselt wird. Ziel ist es, einen gelassenen und zielführenden Umgang mit demenzerkrankten Mitmenschen zu erlernen.

„Die Kurs war eine Premiere und die Resonanz ist sehr positiv“, freut sich Nicole Schütze. „Ich bekomme immer wieder Anrufe von Teilnehmern, die sich bei mir bedanken. Es zeigt sich, wie wichtig der richtige Umgang mit an Demenz erkrankten Menschen ist. Für pflegende Angehörige stellt dies auch eine große Belastung dar. Um Fragen, Sorgen und Nöte aufzufangen, werden wir zukünftig monatliche Demenzabende mit Angehörigen hier im Hause durchführen.“

 



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