Seniorencentrum Maternus-Stift

Angehörige erzählen … Herr Assenmacher (59) aus Altenahr

„Meine Mutter lebt  jetzt schon 9 Jahre hier im Maternus-Stift in Altenahr.
Ende 2008 zeigten sich die ersten Anzeichen einer demenziellen Erkrankung, ganz klassisch wie vergessene Milch auf dem Herd oder, dass sie beim Hörakustiker saß und eine Zahnbehandlung forderte etc.
Sie lebte alleine in ihrem kleinen Haus in Lantershofen, in Sichtweite meiner Wohnung. Morgens vor der Arbeit und abends nach Feierabend habe ich sie nach meinen Möglichkeiten bestmöglich versorgt. Aber nachts und am Tag war sie alleine zu Hause. Da sowohl mein Bruder als auch ich alleinstehend und voll berufstätig waren, wurde es nach einigen Stürzen und Verletzungen unverantwortlich, die Mutter alleine zu lassen.

Ich hatte mir schon einige Seniorenheime angeschaut und kannte auch einige aus meinen ehrenamtlichen Besuchen als Musiker. Letztendlich habe ich mich für das damals noch recht „neue“  Maternus-Stift in Altenahr entschieden, in dem eine fast schon familiäre Atmosphäre herrschte, die man bis heute noch spüren kann. Obwohl es viele Einrichtungen gibt, die wesentlich näher an meiner Wohn- und Arbeitsstelle liegen, hatte ich den Eindruck, dass hier mehr Aktivität herrscht.
Aus heutiger Sicht habe ich diese Entscheidung nie bereut. Denn durch die aktivierende Pflege und intensive Betreuung wurde meiner Meinung nach der rasante körperliche und geistige Verfall gestoppt.

Bis heute habe ich noch kein Pflegeheim erlebt, in dem die Menschen in dieser Form gepflegt, täglich aktiviert und einbezogen werden wie hier. So viele Angebote und Veranstaltungen, die die Menschen in jeder Lebensphase genießen können.

Natürlich läuft auch mal was nicht so rund. Aber wo gehobelt wird, da fallen Späne. Und wo Menschen arbeiten, da passieren Fehler. Da es dabei nicht um eine Sache geht, sondern um einen geliebten Menschen, wird so etwas verständlicherweise von einigen Angehörigen schnell aufgebauscht. Aber eigentlich kann sich hier keiner beschweren.
Ich als Angehöriger habe immer wieder erlebt, dass man mit schwierigen Entscheidungen nicht allein gelassen wird. Ob in der Verwaltung oder auch bei den Pflegekräften stößt man immer auf offene Ohren und bekommt jederzeit Hilfestellungen aller Art. Meine Mutter hat in den Jahren viele Phasen dieser Krankheit durchlebt und alle versuchen immer wieder das bestmögliche für meine Mutter zu tun. Sie spricht schon lange nicht mehr, aber ich erlebe sie immer als gut versorgt und zufrieden.“

 

Ein Beitrag von Marie-Luise Witsch und Herrn Assenmacher aus dem Maternus-Stift in Altenahr.



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