CURA Seniorencentrum Zeven

Wie kann ich helfen?

Die Beschäftigung von Menschen im Altersheim ist ein wesentlicher Bestandteil der Pflege. Ihr wird zusehends mehr Bedeutung beigemessen, da sie dazu dient die Lebensqualität der Bewohner*innen zu erhalten. Wenn ein Mensch, der sein Leben lang gearbeitet oder sich um die Familie gekümmert hat, plötzlich keine Aufgabe mehr hat und jeden Tag rundum versorgt wird, weiß er nichts mehr mit sich anzufangen. Eine Aufgabe der Betreuung ist die Erhaltung von erlernten Fähigkeiten durch sinnvolle Beschäftigung. Es geht also nicht nur ums Mensch-Ärgere-Dich-Nicht Spielen. Spiel und Spaß, Veranstaltungen wie die Maifeier, das Erntedankfest oder die Weihnachtsfeier sind wichtig und unerlässlich für die Erhaltung der Sozialkontakte. Ebenfalls wichtig ist jedoch das Gefühl gebraucht zu werden und nützlich für andere zu sein. Deshalb helfen einzelne Bewohner*innen im hauseigenen Kiosk – dem Lädchen – beim Verkauf von Waren zum Selbstkostenpreis mit. Für die Kunden bedeutet es ein Einkaufserlebnis und ein Stück Selbstständigkeit, für die Helfer*innen ist es eine sinnvolle Aufgabe.

Doch auch alltägliche Tätigkeiten können für Bewohner*innen sehr wichtig sein. Im sogenannten Küchenclub beispielsweise schälen Bewohner*innen Kartoffeln. Diese Aufgabe nehmen viele sehr ernst und der Ablauf muss wie immer stimmen. In den Töpfen, wo die geschälten Kartoffeln hinein kommen, muss ausreichend Wasser sein. Es gibt bestimmte Vorlieben, der eine mag nur die kleinen Küchenmesser, die andere kommt nur mit dem Sparschäler zurecht. Eine Bewohnerin ist für die Endkontrolle zuständig, die Kartoffeln müssen tipptopp geschält und von Augen befreit sein. Nichts entgeht ihren scharfen Blicken.

Einigen Bewohner*innen ist es wichtig, täglich die Wäsche zusammen zu legen, andere freuen sich, wenn sie in einer der Wohnküchen den Mittagstisch decken und nach dem Essen abräumen dürfen. Dabei spielt es keine Rolle, ob mal zur Suppe die Gabeln eingedeckt wurden oder Tassen statt Gläser auf dem Tisch stehen. Die Bewohner sind nicht verpflichtet zu helfen, es besteht kein Zwang. Oft werden Mitarbeiter*innen angesprochen: „Was kann ich tun? Wie kann ich helfen?“



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