MATERNUS SeniorenCentrum Köln-Rodenkirchen

Praxis für Politik 14.03.2017

Im Rahmen der Aktion „Praxis für Politik“ absolvierte Frau Scho-Antwerpes am 14.03.17 ein Praktikum in der Maternus Seniorenwohnanlage in Rodenkirchen. 

Frau Scho-Antwerpes nahm sich viel Zeit und diskutierte zunächst mit Einrichtungsleiter Jordi Kuhl, Pflegedienstleiterin Susanne Richter und der stellvertretenden Pflegedienstleiterin Frau Katrin Kelzenberg über die Herausforderungen im Pflegealltag. Dabei stimme Sie darin überein, dass die neue Pflegereform zwar ein Anfang sei, aber insbesondere für die stationäre Pflege mehr getan werden müsse. Laut den Pflegedienstleiterinnen von Maternus sei das Hauptproblem qualifiziertes Personal zu finden. Laut einem aktuellen Pflegebericht aus Februar 2017 des zuständigen Ministeriums für Gesundheit, Emanzipation, Pflege und Alter (MGEPA NRW) betrug im Dezember 2015 die Zahl der Pflegebedürftigen in Deutschland knapp 2,9 Millionen Menschen. In NRW betrug die Zahl der Pflegebedürftigen rund 638.100 und lag damit 9,7 % höher als Ende 2013. Die Zahl ist in den letzten zwei Jahren deutlich stärker angestiegen. Schon lange ist bekannt, dass in Deutschland aufgrund der Demografie ein Mangel an Pflegekräften besteht. Dieses wird sich laut Einrichtunsleiter Jordi Kuhl in den nächsten Jahren noch verschärfen, insbesondere wenn die Generation der Babyboomer in Rente geht.

(Von links nach rechts: Bewohnerin Christel Manzke, stellvertretende Pflegedienstleitung Katrin Kelzenberg, Pflegedienstleitung Susanne Richter, Einrichtungsleiter Jordi Kuhl, Bewohnerin Brigitte Lother und Bürgermeisterin Elfi Scho-Antwerpes.)

Frau Scho-Antwerpes half im Anschluss auf dem stationären Pflegebereich mit, unterhielt sich mit Bewohnern und Mitarbeitern und verschaffte sich so ein Bild des Pflegealltags bei Maternus. Dabei reichte Sie Pflegebedürftigen das Mittagessen an und unterstütze unsere Betreuungskräfte bei der Betreuung der Bewohner nach dem Mittagessen. Dabei merkte sie, wie pflege- und zeitintensiv solch eine Betreuung ist. Alleine um einer Person das Mittagessen anzureichen die nicht in der Lage ist selbstständig zu essen, kann es manchmal eine halbe Stunde dauern.

Erschrocken stellte Frau Scho-Antwerpes fest, dass bei Maternus kaum ehrenamtliche Mitarbeiter tätig sind. Jordi Kuhl erklärte, ehrenamtliche Helfer seien leider vermehrt bei kirchlichen Trägern oder ambulant tätig, aber die Türen bei Maternus stünden natürlich offen. Sofort wurde gemeinsam beschlossen einen Aufruf zu starten, denn viele Bewohner würden sich über einen Spaziergang, eine Spielrunde, jemanden der beim Essen anreichen hilft oder einfach nur zuhört sehr freuen.

Sollten Sie Interesse haben bei uns ehrenamtlich tätig zu werden – wir freuen uns über Ihren Anruf!
0221 – 3598- 0

 



Schreibe einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *